Online-Studie: Erdinger ist die beliebteste Biermarke

Person mit Bierglas © Elevate on Unsplash
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Die beliebtesten Biermarken in Deutschland sind Erdinger, Radeberger und Veltins. Negativ bewertet werden hingegen Bitburger, Warsteiner und Krombacher. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Internet-Studie von Webbosaurus, einem Spezialisten für Social Media, Review & Online Monitoring, der dafür insgesamt rund 3.500 Beiträge aus dem Social Web untersuchte.

„Besonders das Alkoholfreie sorgt dafür, dass Erdinger am besten im Social Web wahrgenommen wird. Durch Marketing- und Sponsoring-Aktivitäten im Sport-Bereich positioniert sich die Marke als gesunde Bieralternative insbesondere für Läufer“, erläutert Philipp Rodewald, Geschäftsführer von Webbosaurus das Ergebnis des Siegers.

Das zweitplatzierte Radeberger Pilsner überzeugt die Nutzer hingegen vor allem mit seinem Geschmack. „Eine solch wertschätzende Bewertung freut uns natürlich. Und sie verpflichtet gleichermaßen, unseren Qualitätsweg in der gesamten Radeberger Pilsner-Kommunikation konsequent fortzuführen, dessen fester Bestandteil auch die digitalen Kanäle sind“, kommentiert Marco Domogalski, Marketingleiter Radeberger Pilsner, das gute Resultat.

Auch Herbert Sollich, Marketingdirektor der Brauerei Veltins, unterstreicht die Wichtigkeit der Online-Kommentare: „Gerade das Meinungsbild im Social Web ist ein veritabler Seismograph für die Glaubwürdigkeit und Authentizität unserer Marken, die für Solidität stehen und mit bodenständiger Brautradition wahrgenommen werden.“ Ein entscheidender Erfolgsfaktor von Veltins ist der Studie zufolge auch die sehr gute Wahrnehmung der Grevensteiner-Produkte.

Bei der negativen Einstufung der Marke Krombacher steht laut Webbosaurus vor allem die Kooperation mit Nestlé im Fokus, die für einen der größten Shitstorms der Geschichte sorgte. Obwohl die Zusammenarbeit im April bereits beendet wurde, zeigt die Nachbetrachtung, dass die Gespräche nach wie vor sehr negativ sind und sich immer wieder auf diese Thematik beziehen.

Bedeutende Veränderungen sehen die Studienmacher auch in der Nutzung des Social Webs: Gegenüber der letzten Auflage der Studie aus 2013 nimmt demzufolge die Anzahl der Beiträge insgesamt um 64 Prozent zu, vor allem Bewertungen auf Portalen wie Google Maps oder Amazon werden immer relevanter. Die Top-Plattform für die Biermarken ist allerdings mit großem Abstand Twitter. Auf Platz zwei folgt, trotz stagnierender Nutzerzahlen in Deutschland, weiterhin Facebook.

Zudem fällt auf, dass insgesamt der Anteil von positiven Beiträgen laut der aktuellen Studie mit 24 Prozent kaum größer ist als die Zahl negativer Beiträge mit 21 Prozent. 2013 sei die Wahrnehmung der Marken noch weitaus positiver gewesen, resümieren die Studienmacher. Die Hersteller seien also mit kritischeren Konsumenten konfrontiert, daher stehe das Marketing vor schwierigeren Herausforderungen als noch vor sechs Jahren.

Immer häufiger geben Unternehmen in ihrer Werbung politische Statements ab – und polarisieren damit, wie ein Blick der Studie auf Beck’s zeigt: So sei die Aktion „Gegen braune Flaschen“ von Anhängern der AfD oft negativ bewertet worden – zugleich hätten andere Nutzer die Kampagne gelobt und bekannt, sie würden die Marke deshalb künftig öfter trinken.

Neben den großen Marken hat die Untersuchung sich auch mit der Entwicklung der Kategorie Craftbier beschäftigt – und festgestellt, dass das Trend-Thema gegenüber einer 2017 separat durchgeführten Erhebung deutlich an Sichtbarkeit verloren hat. Zwar werden laut Webbosaurus die untersuchten Biere generell sehr positiv wahrgenommen, jedoch eher als Nischenprodukte im Markt konsumiert.

Für die Studie wurden im März 2019 die zehn größten Brauereien in Deutschland, gemessen an ihrem Bier-Ausstoß, sowie 48 Craftbier-Brauereien beobachtet. Die Beiträge stammen aus Bewertungen, Bild- und Videoplattformen, Blogs, Foren, Frage- und Antwortportalen, sozialen Netzwerken sowie Twitter.

Autor: getraenke-news.de

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